Chronik

Als am 14. August 1962 bei der Gründungsversammlung im Gasthaus Greisenegger die „Österreichische Turn- und Sportunion Leopoldschlag“ aus der Taufe gehoben wurde, gab es bereits eine sportliche Vorgeschichte in Leopoldschlag. Bereits Ende der 40-er- Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es einen SV Leopoldschlag, dessen Mitglieder auf der „Lippn- Wies“ am Fuße des Hiltschnerberges dem Fußballsport nachgingen. In der schwierigen Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hatte der Verein aber keinen langen Bestand.

Es war stets ein Anliegen der Sportunion Leopoldschlag, möglichst allen Sportinteressierten im Verein die Möglichkeit zu bieten, ihrem Hobby nachgehen zu können. Im Verlauf der letzten 50 Jahre wurden etliche Sektionen geführt, die nach kürzerer oder längerer Zeit wieder ruhend gestellt wurden.

Fußball, Schi, Stocksport und Tennis sind die derzeit aktiven Sektionen der Sportunion Leopoldschlag.

Sektion Fußball:
Die Sektion Fußball besteht bereits seit den 1960er-Jahren. Durch den Umstand, dass es in den Nachbargemeinden noch keine Fußballvereine gab, verstärkten uns etliche auswärtige Spieler. Der Rainbacher Dentist Franz Teschitel wurde als erster Trainer ebenso legendär wie der langjährige Tormann Josef Kinzl. Kinzl schuf als Trainer einer erfolgreichen Schülermannschaft den Grundstock für die Meistermannschaften der 1970er-Jahre. 1975 startete der absolute Höhenflug der Union Leopoldschlag: Meister der 3. Klasse Nordost 1975/76, ungeschlagener Meister der 2. Klasse Nord-Mitte 1976/77. 1977/78 wurde mit Platz 5 in der 1. Klasse Nord das beste Tabellenergebnis der Vereinsgeschichte erreicht.

Sektion Stocksport:
Die Sektion Stocksport ist in der Union Leopoldschlag seit 1967 aktiv. War in früheren Zeiten die Ausübung des Sportes auf die kalte Jahreszeit beschränkt, ist der Stocksport mittlerweile ein absoluter Ganzjahressport geworden. Die erste provisorische Asphaltstockbahn war am Sportplatzparkplatz beim Schinagl-Garten. Später wurden 2 Bahnen direkt neben dem Fußballplatz errichtet. 1992 wurde die Errichtung einer Stockhalle mit 2 Bahnen sowie 4 neuen Außenbahnen in Angriff genommen. 1993 wurde diese Anlage eröffnet.

Sektion Schi:
Der Schisport als österreichischer Nationalsport hat auch in der Union Leopoldschlag eine lange Tradition. Die Sektion, die seit 1996 besteht, hat in den letzten Jahren ein ganz einfaches Problem: das Wetter. Während in den Anfangsjahren beinahe alljährlich eine Ortsschimeisterschaft ausgetragen werden konnte, war dies in den letzten Jahren aufgrund der meist zu niedrigen Schneelage immer seltener möglich. Diese Meisterschaften wurden auf verschiedenen Hängen am Leopoldschläger Berg, aber auch in Eisenhut ausgetragen.

Sektion Tennis:
Der große Tennisboom in den späten 1970er-Jahren ging auch an Leopoldschlag nicht spurlos vorüber. Im Jahre 1979 errichtete die Union Leopoldschlag eine Tennisanlage mit 2 Sandplätzen. Die nach der Regulierung der Maltsch noch nicht korrigierte Grenzziehung zur damaligen CSSR führte zu der kuriosen Situation, dass die Tennisplätze zur Hälfte auf fremdem Staatsterritorium lagen. Jeder Seitenwechsel kam praktisch einem illegalen Grenzübertritt gleich.
Für einen Einstieg in die Meisterschaft des österreichischen Tennisverbandes blieb die Personaldecke immer zu dünn. Im Freiwaldcup konnten dafür schon sehr gute Erfolge mit den Leopoldschlager Tenniscracks gefeiert werden.
Das Jahrhunderthochwasser 2002 zerstörte die Tennisanlage total. Die Renovierung wurde so praktisch zum Neubau.

Folgende Sektion werden nicht mehr betrieben:
Faustball (1966 – 1969)
Frauenturnen (1973 – 1974)
Leichtathletik (1962 – 1976)
Schach (1973 – 1977)
Tischtennis (1962 – 1978)
Radfahren (1986 – 1988)
Wandern (1974 – 1989)
Tae Kwon Do (1991 – 1994)

Obmänner der Sportunion Leopoldschlag seit der Gründung:
1962- 1966 Karl Kern
1966- 1972 Maximilian Janko
1972- 1974 Josef Preinfalk
1974- 1976 Georg Zehetmayr
1976- 1998 Johann Broda
1998- 2011 Harald Broda
seit 2011    Walter F. Pammer

Die Sportanlagen der Union Leopoldschlag:
Die ersten Fußballspiele der Union Leopoldschlag in den 1960-er Jahren fanden auf der Wiese beim Schöllhammer-Teich neben der Hiltschner Straße statt. Bei der Greisenegger- Au (heutiger Bereich: oberer Teil der Austraße bzw. Badeteichsiedlung) bestand ein Ausweichplatz. Mitte der 60er- Jahre errichtete die Marktgemeinde Leopoldschlag einen Schulsportplatz, auf dem seither die Spiele der Leopoldschlager Fußballmannschaften ausgetragen werden.
Rund um diesen Fußballplatz, heute „Maltschstadion „ genannt, entstand im Laufe der Jahrzehnte das Zentrum des Leopoldschlager Sports: 1989 konnte das unter Leitung von Obmann Johann Broda errichtete moderne, teilweise unterkellerte Sportstättengebäude mit Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und Vereinslokal eröffnet werden. Es ersetzte die damals großteils üblichen Holzkabinen.

Hochwasser:
Die Nähe zur Maltsch machte Hochwasserschäden zu einem ständigen Begleiter in der Vereinsgeschichte. Nach der Maltschregulierung die in den frühen 1970-er Jahren umgesetzt wurde, kamen die Hochwasser zwar seltener, dafür aber mit mehr Wucht.